Briefwechsel mit

Carl August Schwetschke

Ferdinand Beneke lernte den Verleger und Freimaurer Carl August Schwetschke (1756 — 1839) in Halle kennen. Aus Benekes Tagebüchern lassen sich 16 Briefe an und 13 Briefe von Schwetschke ermitteln. Bislang konnte von Benekes Schreiben  keines wiederaufgefunden werden – trotz der Erschließung des Verlagsarchivs von Gebauer & Schwetschke. Von den Schreiben Schwetschkes sind im Nachlaß Benekes nur zwei erhalten geblieben. Gleichwohl bieten die Tagebuchaufzeichnungen Anhaltspunkte über den Charakter und die Inhalte dieses Briefwechsels.

 

 

 

 

 

18. Oktober 1793

noch an Schwetschke nach L. geschrieben

 

17. Juli 1794

Schrieb […]  c.) an Schwetschke in Halle, um längeren Kredit in seiner Buchhandlung – Maurerische Sachen ppp

 

27. Juli 1794

Um 8 Uhr bekam ich einen freundschaftlichen Brief von Schwetschke aus Halle mit Beweisen seiner Freunds. (das Preuss. Gesetzbuch) Er hat sich verheyrathet. siehe No. 240

 

31. Juli 1794

Antwortete auch an Schwetschke auf No. 240.

 

12. Oktober 1794

Erhielt sehr angenehme Briefe von Grén (s. den 25 Sept. folio 211) u. von Schwetschke aus Halle, nebst □. Liste pp. mondieu, Schaumann! siehe No. 274. u. 275.

 

28. Oktober 1794

Geschrieben an Schwetschke in Halle. Antwort auf No. 275. vide fol. 215. den 12. October. 10te Zeile. Bitte um Nachsicht, denn ich bin ihm schuldig. Sein Betragen dabey macht mich noch verbindlicher, als die Schuld selbst. Schrieb ihm generell (zur Entschuld: meines Schuldigbleibens) meine Lage, u. einige andre Aufträge ppp.

 

27. Januar 1795

ein Brief – No. 313. von Schwetschke in Halle. Vide folo. 234. d. 28. Dec: praet: Z 4. seq: Dieser brave Mann giebt mir ad A. einen neuen Beweis seiner Denkart, u. seiner Freundschaft. Obgleich die That (da er blos Compagnon der Buchhandlung ist) immer Freunds. ist, so liegt doch jener Beweis mehr in der Art, womit er sie ppp.

 

15. Februar 1795

an Schwetschke in Halle. Antwort auf No. 313. siehe den Anfang den 1. huj. 12. Zeile fol. 245. Der Inhalt bezieht sich auf fol. 243. den 27. Jan: Z. 20 seqq: Fügte diesem noch hinzu 1.) eine Anfrage an Dabelow wegen eines Doktordiploms, Kosten ppp jedoch ohne meinen Plan z. verrathen.

 

17. Mai 1795

geschrieben: a) an Schwetschke in Halle.

 

5. Juni 1795

Erhielt NM. den Brief No. 355 von Schwetschke in Halle

 

2. August 1795

geschrieben a.) an Schwetschke in Halle s. folo. 295. 5. Jun:

 

15. November 1795

an den braven Schwetschke in Halle s. folo. 315. 2. Aug. Z. 1 –!!! Sandte das Geld

 

18. Februar 1796 

von Schwetschke in Halle [No. 462]. Ein Brief von Schwetschke, u. so kränkend? Aber der Schein ist wider mich siehe zuletzt fol. 341. Randglosse #. Sanft will ich ihn widerlegen. Gewiß wenn er alles so weiß, er wird warten, u. anders denken. Gott! Gott! wie drückend ist meine Lage!!!

 

21. Februar 1796 

an Schwetschke in einem ruhigen Tone (s. 18. huj. Z. 31) kurzer Auszug meiner Begeb: seither in Bezug auf mein drückendes Verhältnis mit ihm Am Ende des Briefes verfiel ich in völlige Resignazion; kann nicht anders.

 

18. September 1796

Zu Hause fand ich einen Brief von dem braven Schwetschke aus Halle s. fol. 360. 21. 10. [No. 548] Im Anfang August schickte ich ihm auf Abschlag dreißig Mark. a.) daher dies. b.) das ist sehr traurig ... c.) Klagend mit ihm will ich ihn trösten. [gestrichen: der Brave!] Schwärmen will ich mit ihm, das ist der einzige Trost für solch ein Unglück –

 

12. Februar 1798

an Schwetschke in Halle (fol. [absichtliche Lücke]) Wegen Breuning (8.) weshalb ich auch mit Hoffmann, u. Perthes geredet habe.

 

26. Mai 1798

von Schwetschke in Halle (Febr. 11.) ein freundlicher, angenehmer Brief [No. 750] Er ist wieder verheyrathet usw.

 

12. August 1798

an Schwetschke in Halle

 

21. September 1798

Hintennach muß ich bemerken, daß ich heute einige Briefe empf. nemlich 1.) einen von Schwetschke in Halle (12. pr.) [No. 805] ich freue mich herzlich, dß S. so heiter ist, dß ich meinen Zweck mit der Uebers. des Buchs erreicht habe. –

 

18. November 1798

an Schwetschke in Halle

 

11. Juli 1801

von Freund Schwetschke in Halle [No. 3051]. Wie freundschaftl.! Aber der gute Mann schreibt so melancholisch – Jetzt kann, und will ich auch den Rest meiner Schuld bey ihm abtragen, u. ihm bald eben so frdschftlich antw.

 

27. Dezember 1801

No. 3051. von Schwetschke in Halle. Ich antw. damahls sogleich, ich wolle gern bezahlen. Jetzt erwarte ich seine Rechnung.

 

21. Februar 1805

b.) von meinem alten braven freunde Schwetschke in Halle. Cui statim respond. [* No.4489.]

[Dieser Brief ist erhalten und ist datiert »Halle, 30. Januar 1805«.]

 

24. Februar 1805

b.) an Schwetschke in Halle Antw. auf No.4489. Mich verlangt nach einem Dakapo dieser Stimme aus meiner Vorzeit.

 

6. April 1805

b.) von Schwetschke in Halle * [No. 4501.*] Mitteilungen seiner Begebenheiten. Bey Gott! er hat viel gelitten, aber doch nichts verloren.

[Dieser Brief ist erhalten und ist datiert »Halle, 8. März 1805«.]

 

14. April 1805

Abgg. Briefe a.) an Schwetschke in Halle, Antwort auf No. 4501. Amicabilia, et historica quoad montem, et vallum. Nachricht von meiner Enthaltung der Fr.Maurerey, odi et arceo profanum vulgus. Ein orthodoxer Katholik wird nicht gern sehen, daß Heyden Kinder mit der Monstranz spielen, u. Aefferey treiben, ohne auch nur zu ahnden, was sie thun. Was ist die alltägliche Maconnerie weiter, als das? Ich meine ihrem Charakter nach, denn, um Werke der Menschenliebe auszuüben, brauche ich nicht erst eine Schürze vorzubinden, gleich, als hätte ich ein Markör Geschäft.

 

31. Januar 1806

Ein Brief von Schwetschke in Halle. [N°. 4698] Auch der hat viel gelitten.

 

22. Februar 1806

b.) an Freund Schwetzschke in Halle. Antw. auf N°. 4698.

 

19. April 1811

Von meinem alten Freunde Schwetschke zu Halle auch ein Brief ang. Er sowol, als Perthes halten den Erwerb durch Schriftstellerey grade in der jetzigen Krisis des Buchhandels durchaus mißlich, u. auch zum Nothwendigsten unzureichend –

 

1793 - 1811

Textfeld: Beneke–Edition