Briefe und Beilagen - Ferdinand Beneke – Die Edition


F E R D I N A N D
B E N E K E

(1774 – 1848)
D i e  E d i t i o n
Kohle- und Kreidezeichnung von Minna Christine Rist (1809 - 1849)  Quelle: Staatsarchiv Hamburg

F E R D I N A N D
B E N E K E

( 1 7 7 4 - 1 8 4 8 )
D i e  E d i t i o n

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( 1 7 7 4 - 1 8 4 8 )
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Briefe und Beilagen

Nachlaß und Edition
„Nim vorlieb, liebster Beneke! mit diesem Geschmier welches in tiefer Nacht mit müder Klaue und müdem Schedel geschieht; hacke die Goldkoerner heraus.“

(Friedrich Christoph Perthes an Ferdinand Beneke: Brief vom 17. August 1816)
Die Kommunikation per Brief oder Billet hatte für Ferdinand Beneke einen hohen Stellenwert. Nachdem seine Korrespondenz angewachsen war, erprobte er bis 1808 verschiedene Systeme das Briefeschreiben in die Ordnung seines Wochenplanes zu integrieren. Zudem sollten die empfangenen und abgehenden Briefe registriert und archiviert werden. Dabei trennte Beneke die „Officialia“ von seiner Privatkorrespondenz. Während der größte Teil der Briefe, die aus seiner Advokatur resultierten, nicht überliefert ist, hat sich seine private Korrespondenz in Teilen erhalten. Beneke archivierte sie als Bestandteil seines Tagebuchs, indem er sie bis 1807 zwischen die Tagebuchseiten legte und ab 1808 zu eigenen Beilagenteilen zusammenfaßte. Die erhaltenen Briefe stellen aber nur einen Bruchteil der tatsächlichen Korrespondenz dar: Aus den Tagebüchern selbst bzw. aus den für einige Jahrgänge von Beneke erstellten Briefregistern geht hervor, daß er längst nicht alle Schreiben aufbewahrte.

Mit der Edition sollen, soweit möglich, vollständige Briefwechsel rekonstruiert werden. Die Edition wird also nicht allein die im Nachlaß Benekes enthaltenen Briefe von und an ihn umfassen. Eingefügt werden Briefe, die ursprünglich Beilagen der Beneke-Tagebücher waren, aber im Laufe der Jahre anderen Archivbeständen zugeordnet wurden. Darüber hinaus wird die Korrespondenz aus anderen – auch auswärtigen – Beständen und Archiven ergänzt.

In der Edition finden sich u. a. Briefwechsel mit
Jean Paul, Friedrich de la Motte Fouqué, Friedrich Perthes, Ludwig von Vincke, Johann Smidt, Johann Ernst Wagner, Georg Ludwig Klein. Neben den Briefen sammelte Beneke in den Beilagenteilen auch Konzepte, Notate und unterschiedliche Memorabilien. Komplettiert wird die Edition durch Schriftstücke, die aus dem übrigen Nachlaß von Ferdinand Beneke stammen. So werden z. B. seine Druckschriften, Handzeichnungen von Karten aber auch Verträge und Urkunden veröffentlicht.
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Die wilden Thiere von Altona
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4. Donnerstag. WaysenGrün. [....]
Per varios casus et tot discrimina rerum zum Altonaer Thore hinaus, u. nocheinmal die wilden Thiere gemustert, – den majestätischen Löwen, den tyrannischen Tyger, den schönen Leoparden, die scheußliche Hyäne etc. Die Hyäne ist wol sicher das größeste Scheusal unter den Thieren. Das schmutzige Braun seiner Borsten, der häßliche breite Leib, die elenden HundsFüße, der platte zusammengedrückte dreyeckige Kopf, die zum Wühlen aufgeworfene Schnauze, die blutgierigen, unsichern Augen, das Unstete in seinen Bewegungen, u. das Unedle, Scheußliche, u. Gierige der ganzen Gestalt drücken zusammen die bildliche Vorstellung des aller Abscheulichsten aus, das in der moralischen Welt denkbar ist. Die Hyäne ist übrigens fast so groß, wie der Tyger, u. in der Form des Körpers einem Schweine, u. einem Hunde zugleich ähnlich. Man nennt es auch den BlutSäufer, u. das GrabThier, weil es Leichen ausgräbt, u. frißt. Die Charakterisirung dieser Thiere aus ihren Physiognomieen, Bewegungen etc. beschäftigte mich eine Stunde.

(Tagebuch: 04.07.1805)
Brief von Friedrich Heinrich Karl de la Motte Fouqué
Beneke-Edition
Bogenallee 11
20144 Hamburg
www.ferdinand-beneke.de

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